Intermodalität - Vernetzung der Verkehrsträger

Die Kapazitäten an den deutschen Flughäfen sind begrenzt – eine Vernetzung von Luft-, Schienen- und Straßenverkehr kann hier für Entlastung sorgen. Damit nimmt die Bedeutung intermodaler Verkehrskonzepte  in Zukunft noch weiter zu.

Zur konsequenten Förderung der Intermodalität gehört der Anschluss der großen Flughäfen an das Fernbahnnetz der Bahn. Ein aktuelles Beispiel für den großen Handlungsbedarf stellt die dringend erforderliche Anbindung des Flughafens München dar. Auch der in Bau befindliche Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) braucht eine leistungsfähige Bahnanbindung.

Durch die Verknüpfung mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn, aber auch mit einem leistungsfähigen Fernstraßennetz wird das Einzugsgebiet eines Flughafens vergrößert. Große Umsteigeflughäfen (Hubs), wie etwa  Frankfurt am Main mit seiner verkehrsgünstigen Lage an einem bedeutenden Knotenpunkt des europäischen Bahn- und Fernstraßennetzes, können sich dadurch wichtige Vorteile im internationalen Wettbewerb der Flughafenstandorte sichern.

Gleichzeitig ermöglicht die Verlagerung von Flug- auf den Bahnverkehr eine Kapazitätsentlastung des Luftverkehrs. So  werden Slots (Zeitfenster für Starts und Landungen) von Kurzstreckenflügen, die auf die Schiene verlegt werden, für dringend benötigte Europa- und Interkontinental-Flüge frei gemacht.

Nicht zuletzt ist die Verknüpfung von Luft-, Schienen- und Straßenverkehr ein wichtiger Standortfaktor für den Transportsektor und damit für die Logistikbranche insgesamt. Intermodalität wird damit auch zu einem zentralen Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

ADV-Stellungnahme zur EU-KOM "Development of integrated ticketing for air and rail transport"


Ansprechpartner

Manfred Kuhne

Manfred Kuhne

Bereichsleiter Verkehrspolitik, Verkehrswirtschaft

Tel. 030 310118-51
kuhne@adv.aero